Gastro Guide: Achtsamkeit durch’s Schreiben

In diesem Winter hatte ich bereits zum zweiten Mal ein ganz besonderes Vergnügen  essen und trinken. Auswärts, mit einer Aufgabe im Rucksack: Ich sollte die Erfahrungen in kurze Testberichte für den Szene Hamburg Gastro Guide verpacken.

Es hat mir gefallen und das nicht nur, weil sich nette Abende mit netten Menschen ergaben. Es gab noch einen anderen Vorteil: Die Testberichte zu schreiben, hat meine eigene Wahrnehmung geschult und die viel zitierte Achtsamkeit gefordert. Denn ich will meine kulinarischen Erlebnisse ja treffend beschreiben und dazu sind gerade die Details wichtig, die man sonst oft übersieht.

Es reicht zum Beispiel nicht, einfach nur zu schreiben, dass ein Gericht gut schmeckt. Warum schmeckt es gut? Liegt es an den frischen Zutaten? Der Würzung? Oder der Konsistenz? Immer wieder habe ich mich das gefragt und bin dabei auf Kleinigkeiten aufmerksam geworden. Das ist schön, weil die derart rekapitulierten Mahlzeiten besser im Langzeitgedächtnis haften bleiben und sich das Genusserlebnis intensiviert. Gerade die gelungenen Küchenkreationen gewinnen noch einmal an Wert, wenn deutlich wird, dass sie sich manchmal nur durch minimale Änderungen von den durchschnittlichen abheben. Essen gehen ist für mich nun ein viel bewussterer Vorgang.

Einen Nachteil hat das allerdings auch: Meine innere Gastokritikerin schaltet sich sich neuerdings ein, wann immer sich eine Gelegenheit bietet. Wenn ich mal privat unterwegs bin und mich meine Begleitung fragt: „Und, schmeckt’s?“, verfasse ich im Kopf direkt einen Text mit 1400 Zeichen. Doch das nehme ich gerne in Kauf…


Und hier der Link zum Szene Hamburg Gastro Guide.
#hamburgfoodszene

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